Eine Nacht in der Kirche

Erstellt von Pastor Baden-Rühlmann |

Konfi-Übernachtung in der Maria-Magdalenen-Kirche

Seien wir ehrlich: Die meisten von uns verbringen in der Kirche ein, vielleicht zwei Stunden – dann gehen wir wieder nach Hause. Die Konfis haben das einmal ganz anders erlebt. In unserer Konfi-Zeit haben wir nämlich etwas ausprobiert: eine Übernachtung in der Maria-Magdalenen-Kirche.

Schon beim Ankommen war klar: Dieser Raum verändert sich, wenn es dunkel wird. Die vertrauten Formen verschwimmen, die hohen Decken wirken noch höher, die Schatten tiefer. Und über allem: Jesus am Kreuz, der auch im Halbdunkel präsent bleibt. Es ist dieselbe Kirche – und doch fühlt sie sich plötzlich ganz anders an, wenn man nicht nur zum Gottesdienst, sondern zum längeren Besuch kommt.

Wir haben Abendmahl gefeiert mit Pizza und Apfelschorle auf dem Boden vor der Kanzel. Wir haben Verstecken gespielt im Dunkeln und dabei noch einmal ganz neue Winkel dieses Gemäuers entdeckt.

Und wir haben gemeinsam einen Gottesdienst vorbereitet. Nach einer kurzen Nacht – oder besser gesagt: nach einer ziemlich wachen Nacht – haben wir ihn dann auch gefeiert. Und es war spürbar: Das war nicht einfach ein Gottesdienst, der neben unserem Alltag steht. Er war ein Teil unseres Wochenendes.

Besonders schön war zu sehen, wie sehr sich alle darauf eingelassen haben – die Konfis, aber auch die Eltern, die dieses Experiment mitgetragen haben. Kirche wurde in dieser Nacht zu einem Ort, den man nicht nur besucht, sondern erlebt.

Wer weiß – vielleicht war das nicht die letzte Nacht dieser Art. 😇

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